Bucht von Rovinj mit Blick auf die Altstadt

Kroatien Tour 2016 mit dem WoMo

Kroatien Tour 2016

Anfang September sind wir mit Hannibal Richtung Kroatien aufgebrochen. Infolge des recht kurzen Zeitfensters, wir müssen leider noch zuhause arbeiten gehen, hatten wir uns im Vorfeld für eine Autobahnanreise entschieden. Via Magdeburg, Leipzig, Nürnberg, München, Salzburg, Villach, Ljubljana ging es im

Übernachtung auf dem Weg nach Kroatien kurz hinter dem Chiemsee auf einem Rasthof
1. Übernachtung Nähe Chiemsee

Schnelldurchlauf, was mit einem DüDo gerne 24h dauert, nach Rovijn in Istrien. Natürlich sind wir nicht durchgefahren sondern haben kurz vor Salzburg auf einer Raststätte übernachtet.  Hier haben wir auch gleich die Gelegenheit genutzt und uns eine GoBox besorgt, die wir ja als Wohnmobil über 3.5t benötigen um die Maut & Tunnel, in Österreich, zu bezahlen. Für ein WoMo kostet der Spaß von Salzburg via Karawankentunnel nach Slowenien und wieder zurück knapp 155,-€. Der einzige positive Effekt der GoBox ist die Tatsache das wir an den Tunnelmautstationen nicht anstehen müssen, sondern auf der LKW Spur durchfahren. Damit haben wir unsere etwas langsamere Reisegeschwindigkeit locker wieder wett gemacht :-).

Maut: 257,91€ (Autobahnen & Tunnel)
Österreich: 155,00€ (GoBox)
Slowenien : 68,70€
Kroatien: 34,21€

 

In Slowenien & Kroatien mussten wir die Maut an den Stationen zahlen, da auch dort eine Vignette nicht für Fahrzeuge über 3.5t möglich ist. In er Summe macht das 258,-€ für unsere Tour. Hier liegt, für jemanden der mehr Zeit hat, ein enormes Sparpotenzial.

Kleine Bucht mit Sliprampe am Camp Drazica auf Pag
Bucht am Camp Drazica

Da Hannibal Kroatien nicht so ganz fremd ist wollten wir uns in diesem Urlaub noch etwas weiter vom Mainstream entfernen. Soll heißen wir sind gezielt nach der Hauptferienzeit, in Deutschland, losgefahren und haben uns auf die Suchen nach kleinen Stellplätzen & Campingplätzen gemacht. In Kroatien ist frei stehen verboten und kann mit empfindliche Geldstrafen geahndet werden! Außerdem wollten wir uns mal ein paar der größeren Inseln anschauen. Hier kommen dann allerdings die Kosten für die Fähren ins Spiel. Das ist zwar auch überschaubar, aber ein nicht zu verachtender Faktor in der Gesamtsumme (109,-€).

Kosten für die Überfahrten mit der Fähre

Tarif für die Fähren zu den Inseln der Kavernbucht und Istrien
Fährpreise 2016
Istrien-Cres: 39,00€ (Brestova-Porozina)
Cres-Krk: 39,00€ (Valbiska-Merag)
Pag-Festland: 31,00€ (Prizna-Zigljen)

 

Eine gute Starthilfe war für uns die Webseite Camping.hr auf der sich eine kleine Liste mit MiniCamps finden läßt.

MiniCamp KAvernbucht, Istrien und Dalmatien an der kroatischen Küste
Stellplätze im Detail

Eine Übersicht und Beschreibung, mit Fotos, teils kleinen Videos und unserer Bewertung, der von uns besuchten Plätze findet ihr HIER.

Geld, Sprache, Internet & Polizei

Die Währung in Kroatien ist Kuna (1€ = 7,5KN). Vielerorts ist aber auch die Zahlung in € möglich, meist aber zu einem schlechteren Wechselkurs. Kartenzahlung funktioniert flächendeckend im ganzen Land. Ausgenommen davon sind die kleinen privaten Campingplätze die wir besucht haben. Die möchten gerne Bargeld. Verstehen wir als deutsche Steuerzahler überhaupt nicht 🙂

Sprachlich gibt es überhaupt keine Probleme. Irgendwie können die alle deutsch oder englisch. Mancherorts trifft man auf Kroaten, die eine bessere Grammatik vorweisen können als der Verkäufer im Telefonladen.

Kostenloses Wlan im Camp Drazica, Pag, Kroatien
Free WiFi

Internet gibt es fast überall und scheint an der Küste auch zum guten Ton zu gehören. Leider lässt die Geschwindigkeit, gerade auf den Campingplätzen, oft zu wünschen übrig. Wir haben uns dann in einem Zeitschriftenladen eine Prepaid Simkarte der kroatischen Telekom gekauft. 11€ für 7 Tage Internet mit LTE. Das Mobilnetz ist super ausgebaut und so konnten wir auf das „Free WiFi“ verzichten. Die Telekom blockiert allerdings die HotSpot Funktion im Telefon.

Die Küstenstraße in Dalmatien Fahrtrichtung Norden
Die Küstenstraße ist ordentlich ausgebaut

Polizei sieht man, an der Straße, recht häufig. Gerade auf der Küstenstraße sind uns die regelmäßigen Polizeikontrollen und Geschwindigkeitsmessungen aufgefallen. Glücklicherweise kommt ein DüDo selten in die Situation deutlich zu schnell zu sein. 2x hatten wir im Urlaub Kontakt mit den Ordnungskräften, was aber auch an unserem recht auffälligem Fahrzeug liegen könnte. Bei der Einreise hat ein freundlich Grenzer gefragt was wir so vor hätten (siehe Frontscheibenaufkleber „Kroatientour 2016“) und 1x sind wir auf der Küstenstraße rausgewunken worden. Nach einer kurzen Kontrolle der Papiere durften wir weiterfahren.

Landschaft, Küste, Klima  & MEER

Abgeholzte Küste von Pag durch die Venezianer
Es könnte auch ein fremder Planet sein

Die kroatische Landschaft ist recht abwechslungsreich. Der Baumbestand wird jedoch weitgehend vom Olivenbäumen dominiert. In Istrien ist der Bewuchs deutlich grüner und das Klima etwas feuchter als auf den Inseln Cres, Lošinj und Krk. Erstaunlicherweise ist der Wandel der Vegetation nicht vom Nord- Südgefälle abhängig. Wichtige Faktoren sind die Abholzung durch die Venezianischen Schiffbauer in der Vergangenheit und die Bora. An der Ostküste von Pag habe diese Einflüsse für eine leblose Mondlandschaft gesorgt.

Bild von Badeschuhen auf Teracottafliesen in der Kavernbuch
Ohne Bade-/Surfschuhe geht an kroatiens Küste nichts.

Die Küste ist in der Regel ehr felsig und Sandstrände sind sehr selten und dann meist künstlich. Die meisten Strände bestehen aus mittlerem Kies oder runden Steinen in Taubeneigröße. Badeschuhe sind an kroatiens Küste, wegen der Seeigel, ein Pflichtprogramm. Und deswegen hat uns der Kies auch nicht gestört.  Wir sind aber eh nicht die „Strandrumlieger“. Das Wasser ist bis auf wenige Ausnahmen (meist Sandstrände) kristallklar und wirkt sehr sauber. Ob der Seeigel wirklich ein Indikator für sauberes Wasser ist vermögen wir nicht zu sagen, aber es gibt sie reichlich. Die Unterwasserwelt ist zumindest in Küstennähe sehr karg und wirkt nicht wie ein Paradies für Taucher, die es trotzdem in Hülle und Fülle gibt.

Zwei Liegestühle am einsamen Strand von Rtina
Der einsame Strand von Rtina.

Zu unserer Reisezeit (September 2016) hatten wir ein Klima, das uns sehr gut gefallen hat. Tagsüber gerne um die 27° und Nachts 20°-22°. Das hat uns viele angenehme Abende vor dem Bus beschert und eine angenehme Schalftemperatur. Starke Winde können um diese Jahreszeit aber schon auftreten und mehrere Tage bleiben. Wir hatten Anfang September 2 ziemlich windige Tage. Ein paar mal hat es Nachts geregnet und es gab zwischendurch mal einen Schauer, aber im Ganzen war es trocken.

Essen & Einkaufen

Grillplatte für zwei in der Konoba Bonifacio in Osor auf Cres
Grillplatte für 2 Personen

Wirklich schlecht gegessen haben wir nirgendwo in Kroatien und richtig teuer war es auch nie. Stellenweise merkt man allerdings das auch dort TK Ware Einzug gehalten hat. In der Gesamtheit waren die von uns besuchten Restaurants von mittlerer bis gehobener Qualität und das Essen machte immer den Eindruck frisch zubereitet zu sein. Wir müssen allerdings dazu sagen, das wir Imbissbuden, Fastfood und dubiose Spanferkelgrills an der Straße grundsätzlich meiden. Als kleines Beispiel möchte ich die Konoba Bonifacio in Osor anführen: Dort haben wir während unseres Aufenthalts auf Cres hervorragend gegessen. Die Konoba liegt in einem kleinen, wild bewachsenen, Innenhof am Rand der Stadtmauer. Wir hatte eine Grillplatte für 2 Personen + Salat, 1 Sprite & 1 gr. Bier für 26,-€ zzgl Trinkgeld.  Gemütlich, freundlich und durchaus preiswert. Wer ein wenig in den Seitenstraßen und Gassen sucht findet kleine gemütlich Restaurants mit guter Küche.

Guss Grillplatte auf den Paellakocher El Cid
Die Gussplatte für den Paellakocher hat sich bewährt

Einkaufen kann man in Kroatien überall ohne Probleme. Wenn es sein muss sogar bei Lidl. Die großen Supermärkte Konsum und Udine finden sich am Rand der größeren Orte und an den Hauptverbidungsstraßen. Dort kann man seine Vorräte, wenn nötig, problemlos aufstocken. Frischfleisch- / Fischtheken hat fast jeder große Supermarkt. Im Vergleich zu deutschen Märkten auch von erstaunlich guter Qualität. In den Touristisch sehr erschlosenen Gegenden gibt es sogar unsere Supermarktketten. Kartenzahlung geht überall. Gemüse haben wir immer am Straßenrand gekauft. Das ist frisch, sehr günstig und kommt nicht aus Spanien (Haben wir im Lidl in Zadar gesehen).

Von Haien und anderen Monstern

ALSO … Irgendwie ist uns kein gefährliches oder giftiges Tier in Kroatien begegnet. Es soll Kreuzottern geben, die gibt es bei uns auch nur habe ich seit meiner Kindheit keine mehr gesehen. Die Spinnen sind auch nicht giftiger als bei uns. Von Haifischen haben wir zwar gehört (schnorchelnde Touristinnen) aber leider keine zu Gesicht bekommen. Ich habe tatsächlich einen Skorpion gesehen! Der hatte die unglaubliche Größe einer Fingerkuppe :-).

Wilde Kreaturen auf den Campingplätzen in Dalmatien
Wilde Kreaturen in Dalmatien

Eidechsen, bekanntermaßen mit Gozilla verwand, gibt es in den kroatischen Mauern in Hülle und Fülle. Das ist allerdings auch nicht besonders beängstigend. Einen sehr übersichtliche Aufstellung von Ferdinand Müller über gefährliche Tiere in Kroatien findet ihr auf Kroati.de.

Fazit

Am Fähranleger auf der Insel Pag
Kroatien: „…Wir kommen wieder!“

Wer in Kroatien ein bisschen Abstand zu den großen Tourismuszentren hält, was gar nicht so schwer ist, kann einen tollen und sehr entspannten Urlaub verbringen. Die Eingeborenen waren durchweg sehr freundlich und hilfsbereit. Nirgendwo hatten wir den Eindruck für laufende Geldautomaten gehalten zu werden. Wir haben auf dieser Reise nicht ein negatives Erlebnis verbuchen müssen, nicht mal eine kleine bittere Pille.

Im Gegenteil: Zurück in Deutschland ist uns erst bewusst geworden wie wenig Müll und Dreck, im vergleich zu anderen Ländern in Europa, in Kroatien rum liegt.

Daher werden wir auf jeden Fall zurückkehren und nach weitere MiniCamps suchen.

Übersicht der Kosten unserer Kroatien Tour 2016

Zeitraum: 03.09. – 17.09. (14 Übernachtungen)
Kosten: 1139,43 € (ohne Verpflegung)
Campingplätze: 244,70€ (12 Übernachtungen)
Diesel: 456L / 514,92€ / Verbrauch: 14,13L/100Km
Maut: 257,91€
Fähren: 109,00€ (3 Überfahrten)
Strecke: 3227Km Ab – Bis Seelze / Hannover

 

Unsere in Kroatien Reiseroute:

 

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