Sonnenuntergang an der Dune du Pila bei Arcachon Frankreich #southboundroadtrip #hannibalontour

Southbound RoadTrip 2017 – Belgien – Frankreich – Spanien – Luxenburg

16 Tage – 5 Länder – 4400km southbound RoadTrip.

Wir sind von unserem Southbound RoadTrip zurück. Das Verhältnis von Strecke zur Zeit war am Ende ganz schön sportlich. Vielleicht werden wir auch einfach langsam alt und benötigen mehr Entschleunigung.

Tag 1

Der erste Reifenplatzer auf dem Southbound Roadtrip in Südfrankreich– 2 Std Stau bei der Einreise nach Frankreich (Kampf dem Terror).
– ca. 1 Std rumstehen an diversen Mautstationen weil einigen der Unterschied zwischen Bargeld & Kartenzahlung noch nicht so klar ist
– Weitere 1.5 Std den Pariser Ring begutachtet und diverse Unfälle inspiziert
UND warum platzen Reifen, bei uns, eigentlich immer bei 30° im Schatten?!? Gut, das hat dann auch gleich einen Tankhalter zerschmettert und die Warmwasserleitung abgerissen.
Aber wer brauch, im Sommer, schon warmes Wasser.
… wir fahren jetzt mal weiter, ohne Reserverad, nach Arcachon. Morgen früh, falls wir ankommen, machen wir uns mal auf die Suche nach einer Reifenbude , die unsere hat und auch montieren kann.

Tag 2/3

Dune du Pilat, Strand und Düne vom Wasser aus Fotografiert

… „nach Frankreich nur auf Kettten!“
Wir wissen jetzt woher dieses Ausspruch kommt. Den halben Freitag haben wir damit zugebracht die lokalen Reifendealer (6) abzuklappern. Der gemeine südfranzösische Reifendealer will gar keine Reifen verkaufen. Zumindest nicht an uns
Glücklicherweise haben wir einen geschäftstüchtigen Nord-Franzosen gefunden der uns jetzt einen Reifen bestellt hat.
Da wir nun bis Mittwoch zum warten verdammt sind haben wir uns erstmal auf einem Campingplatz breit gemacht. Camping Panorama Dune Pyla ist eigentlich nicht unser Fall wegen seiner Größe, aber die Lage hat uns irgendwie angezogen.
Frische Austern direkt aus dem Atlantik bei ArcachonAußerdem haben wir eine Austernbank (huître plate) vor der Tür
Panorama & Essen entschädigen etwas für die Bewegungseinschränkung. Vom Platz bis in den Atlantik dauert es ca. 3min (die Düne runter) und das macht auch echt Laune. Den Rückweg muss man dann eher als extrem Cardiotraining bei 27° verbuchen, denn zumindest das Wetter läßt nicht zu wünschen übrig.
Perkomax Perkolatoreinsatz hat sich aus der Bodenplatte gelöstLeider haben wir auch den Verlust von unserm #Perkomax Einsatz zu betrauern.
Da dieser den Abwasch nicht überlebt hat. Ob er sich noch mal reparieren lässt wird sich morgen zeigen. Sonst gibt es halt wieder blöden Filterkaffee. Nachtrag:  Nach kurzer Rücksprache mit Petromax habe diese uns direkt einen neuen Einsatz geschickt.  Der Ersatz war zuhause noch bevor wir von unserer Tour zurück waren. Top Service bei Petromax!

… schauen wir mal wie es weiter geht!

Tag 4

Selbstgemachte Zimtschnecken aus dem OmniaSo ein Regentag hat ja auch seine guten Seiten … ZIMTSCHNECKEN!!!
Omnia Backofen für den Campingkocher

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Tag 6

Alte Geschützstellung an der Bucht von ArcachonIrgendwie ist es kein Road Trip mehr denn wir sitzen immer noch bei Arcachon am Atlantik.
Wir haben den Tag damit vertrödelt auf unseren Reifen zu warten, unsere Vorräte aufzufüllen und unnötige Dinge in der französischen Version von Zimmermann zu kaufen.
Hannibal hat jetzt ein Nudelholz in der BordkücheWir haben jetzt ein Nudelholz im Auto!
Eigentlich sollte unser Reifen ja heute ankommen, aber unser französischer Reifendealer hat offensichtlich keine verlässlichen Verbündeten. Naja, dann vielleicht morgen
So langsam können wir den Plan nach Navarra zu fahren allerdings aufgeben, da wir ja auch bald wieder nach Norden müssen.
Mittlerweile haben wir es aber wenigstens auf die andere Seite der Bucht geschafft. Irgendwie passen wir uns langsam dem Tempo von 14qm an. Hier stehen dann auch endlich wieder die vertrauten Überreste des Atlantik-Walls am Strand. Manchmal kann ich gut verstehen wenn jemand uns Deutsche doof findet.

Tag 7

Frühstückstisch vor Hannibal am Cap FerretEs geschehen ja noch Zeichen und Wunder. Während wir am Atlantikwall frühstücken ruft unser französischer Reifendealer an und verkündet stolz er hat fertig.
Also fix gepackt und die knapp 60km vom Cap Ferret zurück nach Arcachon abgespult, das fertige Rad unters Auto geschraubt und ab nach Biarritz ….
Vielleicht kommen wir doch noch nach . Die Pyrenäen können wir schon sehen und die Luft schmeckt auch schon ein bisschen spanisch.

Southbound Roadtrip in Zahlen | Daten | Fakten

 

Strecke: 4422 Km
Diesel: 545L
Verbrauch: 12,3L/100Km
Diesel 599,00€
Maut: 308,53€
Übernachtung (x16): 232,95€
Übernachtung Schnitt: 14,55€
Lebensmittel: 180,58€
Ersatzteile: 392,29€
Restaurant / Bar: 76,10€
Reisekosten Gesamt: 1789,45€

Tag 8

Der Surferstrand von BiarritzBiarritz ist zwar sehr schön, aber leider beginnt der Tag mit Regen. Der Stellplatz ist auch alles andere als schön, dafür aber günstig und am Strand. Gestern Nachmittag / Abend konnten wir allerdings noch den Strand genießen. Der Atlantik ist hier eine ganze Ecke wärmer als in Arcachon. Die Wellenreiter hatten zumindest ihren Spaß. Wir saugen Strecke an und flüchten vor dem Wetter nach Spanien. Über Es regnet in der Region Navarra recht selten. Camping Bardenas Villafranca im RegenSan Sebastian geht es vorbei an Pamplona nach Villafranca, denn wir wollen ja noch die Bardenas Reales sehen. In der Region Navarra ist es unglaublich heiß. Bei uns kommt erstes Wüstenfeeling auf … ziemlich genau bis wir auf dem Campinggplatz stehen und das Essen kocht. Dann kommt das Unwetter!

Tag 9

Gabi & Vasco stehe vor dem Felsendoom in der Bardenas RealesEigentlich ist die Bardenas Reales eine Art Wüste mit einem kompl. eigenem Klima. In unserem Fall würde man sagen „tropischer Regen“. Nun gut, wer kann schon von sich sagen das er eine Wüste im Regen erlebt hat!? Uns gefällt es trotzdem. Die Landschaft ist echt einmalig und sehr sehenswert. Die schwarzen Wolken über den Hügelketten, wir könnten auch in der Wüste Arizonas sein, machen die Umgebung nur noch unwirklicher. Etwas misstrauisch machen uns die Geier die, wenn wir anhalten, über uns kreisen. Actioncam voller Schlamm an HannibalDanke Herman Unterwegs für diesen Reisetipp. Leider hatte wir keine Drohne dabei um es euch gleich zu tun. Dafür haben wir alle ActionCams am Bus kompl. mit Schlamm eingesaut.
Irgendwann am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg … Fluch vor den dunklen Wolken. WIR WOLLEN SONNE! Nächstes Ziel soll der Lake Caspe werden, der uns von einem Belgischen Ehepaar empfohlen worden ist. Die Strecke ist nicht WIRKLICH weit, wenn da nicht ein leichtes Hoppeln am Hinterrad wäre … der nächste Reifen löst sich auf. Gut, jetzt rufen wir aber mal den ADAC an. Der sollte doch in der Lage sein uns einen Reifen zu vermitteln. Riesen Fllieder am Lake CaspeAm Lake Caspe angekommen holt uns auch das trübe Wetter wieder ein. Also entscheiden wir, am nächsten Morgen, weiter ans Mittelmeer zu fahren. Schade, denn der Camping Lake Caspe macht einen guten Eindruck. Hier ist alles, fast schon schreiend, grün und in vollster Pracht am blühen. Die Straßen sind ein Paradies für Mopedfahrer. Nicht so ganz für uns, aber mit etwas Geschick, kräftigen Armen und ausreichender Todesverachtung kommen auch wir wieder auf einer „normalen“ Straße an.

Tag 10/11

Hannibal auf dem Campingplatz del la MoraWir informieren den ADAC das wir uns auf den Weg nach Tarragona machen, in der Hoffnung das wir endlich wieder cooles Wetter bekommen und evtl. auch ein neues Ersatzrad. Der erste Campingplatz, direkt am Strand, hat schon abgewunken als wir um die Ecke kamen. Ob die uns einfach scheiße fanden oder wirklich keinen Platz mehr hatten ist schwer zu sagen. Wir laden am Ende in der letzen Ecke (ganz oben) auf dem Camping Torre de la Mora. Geile Aussicht und wir haben niemanden vor unserer Nase. Es gibt Auflauf aus dem Omina und morgen solle es auch besser werden. Montag morgen ist das Wetter wirklich besser und auch der ADAC meldet sich … die Flachzange am Telefon schlägt wirklich vor das wir in die Stadt zu einem Reifendealer fahren (erstes Ergebnis bei Google) da sie uns nicht glauben das wir wirklich 7.00R16 Reifen benötigen.

7.00R16 Reifen DüDo Hannibal
ARGH!
Wir haben dieses Auto gebaut und sollten auch wissen was dort für Räder dran sind!!! Egal, wir versuchen uns die Laune nicht verderben zu lassen. Strand (das erste mal im Mittelmeer), einkaufen, kochen UND Jana & Stefan kennenlernen. Die beiden sind auf dem Weg nach Portugal und auf einem Parkplatz, kurz vor Barcelona, überfallen worden. Das ist allerdings eine andere spannende Geschichte die ihr HIER nachlesen könnt. Wir machen einen Chilliauflauf im Omina und vergammeln den restlichen Abend mit den Beiden bei ein paar Bier.

Tag 12/13

Wir rollen, ohne Reifen weiter nach Norden. Der ADAC hat es bisher nicht geschafft uns weiter zu helfen. Wir wollen noch 2 Tage nach L’Estartit bevor wir die Heimreise antreten müssen. Hannibal wartet auf neue Reifen bei Euromaster Truckservice GironaAuf dem Weg dorthin machen wir einen kleinen Zwischenstop bei Euromaster Truck Service in Girona. Dank der Übersetzung von unserem Freund Tomás sagt uns die Dame im Büro das sie den Reifen bestellen kann und das Er am nächsten Morgen um 09:30 dort wäre. Wir erinnern uns kurz: Der Spaß hat in Frankreich 4 Tage gedauert. Wir lassen unser defektes Rad zurück und fahren zum Camping L’Estartit. Campin L'Estartit Stellplatz von Hannibal 2017Ein Platz den Vasco noch aus seiner Kindheit kennt und immer wieder gerne ansteuert, auch wenn der Platz fest in Niederländisch-belgischer Hand ist. Irgendwie stört das hier überhaupt nicht … eigentlich ist es sogar ganz lustig. Wir essen, die Reste vom letzten Auflauf, und schlendern noch ein wenig durch den Ort. Es hat sich doch einiges verändert seit wir das letzte mal hier waren. Ein Blick auf die aktuellen Immobilienpreise verschlägt uns die Sprache. Irgendwie sind dem Ort allerdings die jungen Urlauber verloren gegangen… das ist auf der einen Seite ganz schön weil es Abends sehr ruhig ist, aber auf der anderen Seite auch etwas traurig so ganz ohne Partys in den Bars und Kneipen. Das kennen wir doch irgendwie anders.
Am nächsten Morgen ruft Tomás zum Frühstück an und berichtet das wir unseren Reifen abholen können. An dieser Stelle noch mal ein ganz großes Dankeschön für deine Übersetzung!!! Wir besprechen das der Reifen am nächsten Tag abgeholt wird und verbringen einen weiteren Tag in L’Estatit. Strand, Pool, einkaufen, kochen , SHOPPEN gehen.

Tag 14

Wir wären wirklich gerne noch ein paar Tage länger hier geblieben, aber die Verzögerung in Frankreich hat uns leider eine Menge Zeit gekostet. Also mache wir uns auf unseren Weg nach Norden und verlassen etwas wehmütig Spanien. Irgendwie hatten wir uns in den Kopf gesetzt auf dem Rückweg noch einen Stop an der Ardeche zu machen und in dem Restaurant oberhalb vom Camping du pont Ardeche noch eine Pizza zu essen.
TRAUE NIE EINEM NAVI! … auch nicht beim 2 MAL!
Wer mit dem Motorrad unterwegs ist wird die Strecken um die Ardeche lieben, wer mit einem 5to WoMo sein Ziel erreichen möchte fängt Google, Siri und Co an zu hassen. Die Strecke ist toll, aber wir haben echt das falsche Fahrzeug mit. Irgendwann haben wir die 76km von der Autobahn bist zu Camping du pont Ardeche  dann doch noch geschafft und bekommen unsere Pizza. Sie war jeden kurvigen Kilometer Wert. Der Blick bei Sonnenuntergang über das Tal und den Fluss, mit einem leckern französischen Rotwein, ist unbezahlbar.

Tag 15

Auch hier wären wir gerne noch ein paar Tage geblieben. Was zum einen an der unfassbar tollen Gegend liegt und zum Anderen natürlich auch an der Tatsache, dass wir uns auf dem Weg nach Hause befinden. Aber es ändert ja alles nichts .. und so machten sie sich am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Nächster Stop Luxemburg, wir müssen ja mal wieder Tanken. Dazu müssen wir sagen das wir, dank unserer Zusatztanks, von Spanien bis nach Luxemburg nur 20€ zutanken mussten. Und das auch nur wegen der Sicherheit. Wir übernachten auf einem kostenlosen Stellplatz am Rand von einem Großparkplatz in Junglister Luxemburg.

Tag 16

Die Nacht war ruhiger als gedacht und so machen wir uns auf die Suche nach Frühstück und Zigaretten. Beides finden wir in den beiden Einkaufszentren neben an. Nicht erschrecken! Die Teile sind so groß wie bei uns Supermärkte. Mein Gott sind diese Luxemburger alle nett und freundlich. Das wäre ja schon fast einen eigenen RoadTrip wert.
Wir tanken zum ersten mal seit L’Estartit, freuen uns über den Preis und kaufen noch ein paar Stangen Zigaretten. Ein paar stunden später kommen wir in Seelze an. Damit endet unser Southbound Roadtrip 2017.
Es war wirklich etwas sportlich, vielleicht lag es auch an den Reifen, ein paar Ziele weniger oder ein paar Tage mehr hätten nicht geschadet.

 

 

Zu den Stellplätzen & Campingplätzen die wir besucht haben.

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